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Rautistrasse: Das neue Squat und die Globalisierung

21. März 2013

Weder Wohnhaus noch Altbau wie früher: Das "Blaue Haus" an der Rautistrasse ist ein Büro-Block

Die neuste Besetzung an der Rautistrasse in Altstetten zeigte es einmal mehr: Es scheint von Immo-Besitzer-Seite v.a. drei Rezepte gegen die Wohnungsnot zu geben. Das erste sind leere Türme im Hochpreis-Segment, siehe Mobimo-Tower. Das zweite ist die zusätzliche Verknappung durch das Unbewohnbar-Machen von Häusern, siehe die zweimal besetzte Langstr. 95 oder nun eben die Rautistrasse. Und das dritte ist die Räumung auf Vorrat, siehe die UWAGA.

Offensichtlich hat das Unbewohnbar-Machen (siehe Foto-Galerie unten) im Falle der Rautistrasse nichts gebracht - sie wurde, wie der Medienmitteilung der jetzigen BewohnerInnen zu entnehmen ist, am 21.03.13 instand-besetzt. Nun will die UBS das Haus möglichst zackig abreissen, was bei der komplexen Entwicklung eines so grossen Areals einer Räumung auf Vorrat gleichkommt. Was die UBS auf keinen Fall riskieren will, ist ein besetztes Haus, das eine Abwertung der Nachbarschaft mit sich bringen würde. Denn schräg gegenüber buhlt das "James"-Development um die neue gutbetuchte Bewohnerschaft des früheren Arbeiterviertels Altstetten. Und das gehört - oh Wunder - derselben UBS, genauer: Den UBS Real Estate Funds, die hier 185 Millionen Anlagevermögen investiert haben. Drum hat die Besitzerin - anders als die Besitzerin des leeren Hauses an der Vulkanstrasse - es hier unterlassen, auch noch die Fensterscheiben der Rautistrasse einzuschlagen. Wie sähe denn das aus? So vom James aus, für den das UBS Global Asset Management noch 2011 den Real Estate Award gewonnen hat.

Es sind nicht die einzigen Global Asset Manager, die sich hier Altstetten unter sich aufteilen und beweisen, dass man auch ohne Künstler gentrifizieren kann. Der Autonome Beautysalon gehört ja bekanntlich der börsenkotierten Mobimo (genau - die vom leeren Mobimo-Tower) und das "Connect" daneben der CSA Real Estate Switzerland, der Anlagegruppe der Credit Suisse Anlagestiftung. Die UBS ist also nicht allein, auch ihre grösste Konkurrentin ist durchaus mit von der Party.

Nein, "Connect" heisst keinesfalls, dass sich die Expats und einheimischen urban Global People mit dem Quartierverein oder ihren Nachbarn verbinden wollen. Vielmehr macht der Name darauf aufmerksam, dass der Flughafen mit dem Zug in grad mal 15 Minuten erreichbar ist - die Sitzung in London ist also höchstens 2 Stunden entfernt. Also alles super und mit dem Flughafen Dübendorf als Flugplatz für Privatjets wird's noch viel besser.

Wen wundert's, dass die Besetzer von der Rautistrasse in dieser Eintracht nicht willkommen sind. Genausowenig wie die Besetzer der Badenerstrasse es waren, bevor sie einer Zwischennutzung weichen mussten. Denn das ist das vierte Rezept der Immo-Dealer: Antisquatting im Stile Hofmanns bei der Atlantis-Besetzung oder der Binz. Offenbar sind Kapital-Freihaltezonen ganz vielen Playern im urban Monopoly ein ganz grosser Dorn im Auge...

Und hier noch Sachbeschädigung à la UBS in der nun instand-besetzten Rautistrasse (für volle Grösse aufs Bild klicken):

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