— Recht auf Stadt

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Zurich global city oder warum es in Zürich keinen Platz für «A»s gibt

8. Februar 2012 – 20:00

Zürich ist eine global city: Mit ihren Banken, auf denen das Fluchtgeld von Diktatoren und Superreichen dieser Welt lagert, ist sie ein globaler Knotenpunkt der Finanzwirtschaft. Wie London, New York, Tokio, Hongkong, Buenos Aires oder Istanbul ist sie eine jener Städte, durch die das Geld und der (Waren-)Verkehr der globalisierten Wirtschaft fliesst. Und wie alle diese global cities zieht sie einerseits gutverdienende Manager an, die in den Hauptsitzen der multinationalen Unternehmen arbeiten, andererseits prekäre ArbeiterInnen, die mit Reinigungs-, Haus- und Sexarbeit, in Restaurants und auf dem Bau minimale Löhne verdienen. Die städtische Bevölkerung wird gespalten in reich und arm, in Zentrum und Peripherie, auch räumlich: Marginalisierte Bevölkerungsteile (Alleinerziehende, Auszubildende, Alkoholiker, Ausländer, Anschaffende, Asylanten, Alte – überhaupt Arme) werden an den Rand der Stadt gedrängt, während sich Gutverdienende im Zentrum breit machen. Wie sich diese Prozesse im städtischen Raum äussern zeigt Vesna Tomse, Soziologin und Politikwissenschaftlerin.

Mittwoch 8. Februar, 20.00h
Café Zähringer, Zähringerplatz 11, Zürich
Mehr Events auch im Flyer der ASZ

 

Bildung auf Vorrat: Zur nomadische Vortragsreihe der Autonomen Schule Zürich

Die Autonome Schule Zürich (ASZ) sieht sich einer existentiellen Bedrohung ausgesetzt. Seit über eineinhalb Jahren nutzt die ASZ die Baracke auf dem Areal Güterbahnhof als Schulhaus, in dem sie unter anderem Deutschkurse für Flüchtlinge veranstaltet. Die SBB als bisherige Eigentümerin des Grundstücks will der ASZ nun ihr Domizil nehmen. Es soll im März 2012 dem Erdboden gleichgemacht und das Land schliesslich dem Kanton Zürich übergeben werden, damit dieser darauf sein so genanntes Kompetenzzentrum zur Bekämpfung der Kriminalität, das kantonale Polizei- und Justizzentrum errichten kann. Das heisst nicht nur, dass bald mitten im lebhaften Kreis 4 ein monströses Gefängnis stehen soll, sondern auch, dass das Schulhaus der ASZ mindestens ein Dreivierteljahr vor Baubeginn auf Vorrat abgerissen und das Areal der Einöde preisgegeben wird.

Natürlich kann die ASZ dies nicht einfach so hinnehmen. Wir kämpfen für das Recht auf freie Bildung und einen Ort, an dem diese spriessen und gedeihen kann. Dem Kanton ist ein solcher Ort offensichtlich nicht wichtig. Deshalb wollen wir uns wöchentlich an verschiedenen Orten treffen, um im Rahmen einer Vortragsreihe zu politischer Theorie und Praxis, die das Karawanendasein der Schule widerspiegelt, eine Zukunft zu gestalten, in welcher der ungezwungene Austausch zwischen Menschen wieder Platz findet und wir von unseren Verbundenheiten und Unterschieden lernen können.

Wir verstehen uns als Bastion im Kampf gegen eine Regierung, die ihre Aufgaben nicht wahrnehmen will, gegen den Ausverkauf der Bildung im Namen einer angeblichen Sicherheit und gegen die Angst vor dem Fremden und Neuen. Lasst nicht zu, dass wir verdrängt werden und bringt eure Stimme in unsere Diskussionen ein!

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