— Recht auf Stadt

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März 2012 Monthly archive
 – 30. März 2012 19:00

Die EUR in Rom: Von Mussolini erbaut, dann Tagungsort der "Koalition der Willigen"

Giordano Pennisi hat als freischaffender Fotograf und Aktivist der BesetzerInnenszene Roms in den letzten 10 Jahren kaum eine Demonstration, Besetzung oder Anti-Räumungsblockade verpasst und Bilder, Flyer, Zeitungsartikel und Video- und Audio-Aufnahmen gesammelt. Die drei Teile der Ausstellung (Orte, Gesichter, Aktionen) kreisen um die Idee von Erinnerungen, Spuren einer all zu oft vergessenen Vergangenheit. Viel riskierend und oft verhaftet, hat Pennisi tausende Geschichten zusammengetragen, von Segregation, von Kindern von Fahrenden in Wohnwagen, die zu kalt zum Schlafen sind (und zu leicht anzuzünden), von somalischen Flüchtlingen auf der Suche nach einer Zukunft (weil ihre Vergangenheit schon lange gestohlen wurde), von Studierenden, ArbeiterInnen und Familien in Rom, zu arm, damit es bis ans Monatsende reicht. Gewöhnliche Geschichten, alltägliche und stille Erzählungen von Leid, aber manchmal auch Geschichten von Kampf und Selbstorganisierung.

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22. März 2012 – 20:00

Im Rahmen der Aussersihl-Ausstellung im Helmhaus findet eine Diskussion über die Europaallee statt. Einseitiger könnte die Besetzung nicht sein: Auf dem Podium sind die neue Direktorin Stadtentwicklung Zürich Anna Schindler, der Gallerist Silvio Baviera (“Hören Sie mir auf mit diesem Gerede von Gentrifizierung! Es stimmt einfach nicht.” Zitat Tages-Anzeiger vom 19.2.2012) und vier ArchitektInnen. Damit dieses einseitige Podium nicht zur Schlafnummer wird, braucht es zumindest im Publikum kritische Stimmen.
Also hingehen!

Und wer daheim bleibt: Verfolgt in unserem Twitterblock auf “Recht auf Stadt” taufrisch alle Geschehnisse im Helmhaus.

Zur Ausstellung

Kunst hinterlässt Spuren, entsteht im Alltag, vergeht, verändert sich ständig. Sie ist unbezahlbar, weil nicht verkäuflich, sondern vergänglich. Sie kann nicht konserviert, gehandelt und nur beschränkt ausgestellt werden. Sie ist keine Wertanlage. Seit jeher bildeten gerade die marginalisierten Ecken und Ränder der Gesellschaft einen Freiraum, in dem KünstlerInnen einen nichtkommerziellen Platz finden, um ihre Ideen umzusetzen. Wie seit mehr als 40 Jahren in besetzten Häuser und Fabriken. Die Sprengung der gesellschaftlichen Konventionen schafft erst die Voraussetzung, damit neue und ungewöhnliche Ideen spriessen und gedeihen können – ohne kommerziellen oder sozialen Druck.

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16. März 2012 – 19:00

Ergänzen die neuen Mega-Kirchen den Neoliberalismus oder verkörpern sie ihn?

Erst kürzlich ist die International Christian Fellowship (ICF), eine internationale christliche Freikirche, in den Alten Zürcher Güterbahnhof eingezogen. Sie feiert nun ihre poppigen Gottesdienste da, wo der Verein Güterbahnhof für quartiernahe und günstige Räume für die lokale Bevölkerung gekämpft hat. Und zahlt dafür viel Geld. Die ICF ist nicht ein Zürcher Phänomen – überall auf der Welt entstehen Mega-Kirchen im urbanen Raum und übernehmen vielerorts Funktionen, die eigentlich der (Sozial)Staat erfüllen sollte.

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1. März 2012 – 18:00

Abseits von Beliebigkeit – aus einer Position heraus – Kritik übend an institutionellem Betrieb

  • aus Anlass der Stellenausschreibung des Leitungsteams/Kuratoriums
  • weil Kollektivität unkuratierbar ist
  • um Theorie, Aktivismus und künstlerische Praxis zusammenzuführen

… rufen wir zur Vollversammlung auf

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